Dorfweihnacht in Kornbach

Pfarrer Andreas Gebelein bei der Adventsandacht mit Beichte und Abendmahl 

Die Dorfweihnacht in Kornbach begann auch in diesem Jahr mit einer adventlichen Andacht mit Beichte und Abendmahlsfeier.  Pfarrer Andreas Gebelein brachte die Anwesenden mit einer Geschichte über das Weihnachtsgeld zum Schmunzeln und Nachdenken. 

Was soll man denen schenken, die scheinbar schon alles haben? Hingabe, Zuwendung, Zeit, Herzblut, Wertschätzung – die Haltung, die hinter dem Schenken steht, die mache den Unterschied und das brauche jeder. Egal, wie viel er materiell schon habe.

Im Anschluss wurde bei Kaffee und Stollen musiziert, gesungen und weihnachtlichen Geschichten und Gedichten gelauscht.

Sabine Degel und Sigrid Schöffel mit weihnachtlichen Flötenstücken

Sabine Degel und Sigrid Schöffel führten durch das Programm und waren auch musikalisch mit ihren Flöten aktiv.

Die Zithergruppe „Saitenspiel“ aus Gefrees

Als besondere Gäste waren die drei Damen von der Zithergruppe „Saitenspiel“ aus Gefrees geladen.  Mit mehreren Stücken brachten sie mit ihren Instrumenten weihnachtliche Stimmung in den Gasthof Kornbachtal.

Sigrid Schöffel mit der Geschichte vom Lametta, das irgend etwas mit Sauerkraut zu tun hatte. 
Sabine Degel liest die spannend-nachdenkliche Geschichte vom „Weihnachtsdieb“, der hinter der  Weihnachtsfreude her war und sie nicht fand.

Gemeinsam stimmten die Anwesenden zum Schluss der Feier in das Lied „Stille Nacht“ ein, das von den Musikanten aus Gefrees und Kornbach begleitet wurde.

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Lebendiger Adventskalender

In diesem Jahr macht der „Lebendige Adventskalender“ nur einmal Station in Kornbach. Familie Degel hat ein Fenster mit vier Kerzen und einer großen Nummer 7 geschmückt. 

Adventsfenster Nr. 7

Um die vier Kerzen am Adventskranz dreht sich auch die Geschichte von Christina Telker, die Sabine Degel nach einem Flötenstück der versammelten Adventsgemeinde liest.

Darin gibt eine Familie den vier Adventskerzen die Namen Liebe, Frieden, Freundschaft und Glauben. Jeder Begriff wird mit einer selbst erfahrenen Geschichte lebendig und zu einer besonderen Adventszeit, die auf das Wichtigste an Weihnachten hinweist: Das Jesuskind in der Krippe. 

Mit dem von Klaus und Sabine Degel gelesenen Weihnachtsgedicht „Und trotzdem wird es Weihnachten“ und dem gemeinsamen Lied „Es ist ein Ros’ entsprungen“ endet die Feier am 7. Adventsfeier mit einem Segensspruch. 

Im Anschluss bleibt noch Zeit für Gespräche bei Glühwein, Tee und Weihnachtsgebäck. 

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Die Schwedenbuche

Feierstunde an der Schwedenbuche

Es begann mit der Recherche für eine Dorfchronik anlässlich der 700-Jahrfeier von Kornbach. Ein Arbeitskreis „Dorfgeschichte“ fand sich und hat so manche historische Begebenheit rund ums Dorf ausgegraben. Vieles davon findet sich im Buch über die „Siedlung am Höllpass“ wieder.

Dazu gehört auch die Geschichte von den sieben erschlagenen Schweden, die aus Rache für zugefügte Untaten während des Dreißigjährigen Krieges auf dem Höllpass von Kornbacher Bauern getötet worden sein sollen. Sie wären gleich dort in der Nähe einer Buche begraben worden, wird erzählt. Und fortan bekam der Baum in der Nähe der Landkreisgrenze (BT/WUN) den Namen „Schwedenbuche“.

Gedenkstein „Schwedenbuche“ mit Inschrift

Die Erzählung findet sich in keinem historischen Bericht. Sie wurde mündlich weiter gegeben von Generation zu Generation. Doch die alten Kornbacher wissen mit dem Begriff „Schwedenbuche“ etwas anzufangen.

Dorfsprecher Harald Schöffel am Gedenkstein. Im Hintergrund die „Schwedenbuche“.

Die Buche von damals sehr nicht mehr, aber ein „Nachfahre“ jener Buche ist inzwischen gleich daneben zwischen den Fichten hoch gewachsen. Im November 2018 wurde auf Anregung und mit Unterstützung von Dr. Konrad ein Gedenkstein aufgestellt, der an jene Moritat erinnert und zum friedvollen Umgang der Völker mahnt.

Heimatpfleger Dr. Konrad über die Zeit des 30-jährigen Krieges 

Heimatpfleger Dr. Konrad lieferte Hintergrundwissen zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges.Das Leid der Menschen damals übersteige heutige Vorstellungskraft. Er findet es bewundernswert, dass die Kornbacher nach der 7oo-Jahrfeier und dem Pflanzen einer Dorflinde, heuer dieses bleibende Denkmal am Höllpass und der alten Egerer Straße an historischem Ort aufstellen.

Ute Hofmann mit einem Gedicht über die Moritat an der Schwedenbuche

Dorfsprecher Harald Schöffel dankte den Mitwirkenden und der Arbeitsgruppe, insbesondere Karl Herold und Theo Bauer, die sich um das Setzen des vom Gasthof Kornbachtal gestifteten Kieselsteines gekümmert haben. Ute Hofmann ließ das Drama unter der Schwedenbuche in Gedichtform aufleben.

Die Reste der „Ur-Schwedenbuche“

Karl Herold wusste den Stumpf der ursprünglichen Buche ganz in der Nähe zu finden.

Einkehr im „Höllenwolf“

Zahlreiche Kornbacher und Interessierte aus Gefrees waren gekommen um an der Feierstunde teilzunehmen, die bei Kaffee und Kuchen im nahen Gasthof „Höllenwolf“ ausklang.

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Zusammenrücken, inne halten und dieses Land ein Stück besser machen

Am Volkstrauertag gedachten Kornbacher Bürgerinnen und Bürger der Gefallenen der Weltkriege und der aktuell unter den Folgen der Kriege leidenden Menschen. Die Feuerwehr stellte eine Ehrenwache und Veteranenvorstand Heinz Herold und Stadtrat Oliver Dietel erinnerten an das Leid der Soldaten und der Zivilbevölkerung im ersten und zweiten Weltkrieg.

Oliver Dietel ermutigte dazu, Jahrzehnte des Friedens und Wohlergehens in unserem Land dankbar wahrzunehmen und Freiheit und Offenheit zu bewahren. Stadt und Vereine legten Kränze am Denkmal nieder und der Posaunenchor Gefrees umrahmte die Feierstunde trotz der frostigen Temperatur mit mehreren Chorälen.

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Ein Jahr Kornbacher Dorflinde

Die Kornbacher Dorflinde bekommt eine Bank und einen Gedenkstein.

Vor einem Jahr wurde in Kornbach anlässlich des 700-jährigen Dorfjubiläums eine Linde gepflanzt. Grund genug für den Arbeitskreis „Jubiläumsbuch“, ein paar Tische und Bänke zusammenzustellen und mit Kuchen und Kaffee zu feiern. Bei blauem Himmel und Sonnenschein kommen Kornbacher und Interessierte aus der Umgegend zur Kornbacher Linde.

Gedenkstein mit Inschrift, hergestellt von der Firma TWE, Gefrees, mit Wasserstrahlschneidetechnik

Höhepunkt der Veranstaltung ist die Enthüllung eines vom Gasthaus Kornbachtal gespendeten Kieselsteines mit einer von der Firma TWE kostenlos angefertigten und beschrifteten Metallplatte.

Karl Herold erklärt Herkunft und Beschaffenheit des Steines und nimmt die Enthüllung vor. Außerdem ziert seit gestern eine von Schreiner Sauermann  gefertigte Bank die Linde und lädt zum Verweilen ein.

Dorfsprecher Harald Schöffel dankt den Spendern (Familie Loos, Kornbachtal, und Firma TWE, Gefrees) und Ute Hofmann lobt das Werk des Schreiners. Der Platz an der Linde soll ein Ort des Ausruhens, des Feierns und der Zusammenkunft werden.

Jürgen Böttcher am Leierkasten

Irene Böttcher gibt ein Gedicht zum Besten und wechselt sich mit ihrem Mann Jürgen am Leierkasten ab, der mit seinen Klängen ein wenig Berliner Luft nach Kornbach bringt.

Das sonnige Herbstwetter lädt zur Einkehr und Wanderer und Radfahrer machen Station an der Kornbacher Linde. Sogar ein Alt-Kornbacher aus dem fernen Kanada ist zu Gast und freut sich am frohen Treiben in seiner alten Heimat.

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Dem Borkenkäfer den Kampf angesagt

Forstoberinspektor Jürgen Wohlfarth vom Amt für Landwirtschaft und Forsten kam am 17. September auf Anregung von Ortssprecher Harald Schöffel zu einer  Informationsveranstaltung über den Feind aller Waldbesitzer, den Borkenkäfer, nach Kornbach. Beteiligt waren auch die Waldbauernvereinigungen Münchberg und Bayreuth.

Die Themen waren: 
• Vom Borkenkäfer befallene Fichten richtig erkennen
• Bohrmehlsuche, Harzausfluss
• Biologie des Borkenkäfers
• Vorsichts- und Schutzmaßnahmen
• Holzmarktlage allgemein

Das Interesse war groß. Ca. 40 Waldbesitzer kamen nach Kornbach, um sich zu informieren.

Förster Wohlfahrt machte darauf aufmerksam, dass sich die Käferpopulation bei zügigem Abtransport aus dem Wald nicht explosionsartig vermehren kann. Wird nicht vom Waldbesitzer eingegriffen, kann ein Käferweibchen im Jahr 100000 Nachkommen haben.

Ab 600 anfliegenden Brutpaaren kann auch ein gesunder Baum nicht genügend Harz produzieren, um die Käfer abzuwehren. Dann wird es für den Baum gefährlich – die Käfer können sich einbohren und unterbrechen die Nahrungsversorgung.
Erst geschieht dies im oberen Bereich des Baumes, wo die Äste anfangen (Buchdruckerbefall). Erst später bohrt sich der Käfer im unteren Bereich des Stammes ein.

Der Buchdrucker oder Großer achtzähniger Fichtenborkenkäfer (Ips typographus) ist eine Käferart aus der Unterfamilie der Borkenkäfer. Er gilt als ein bedeutender Forstschädling.  Quelle: Wikipedia

Wo im Vorjahr bereits Käfernester waren oder Holz vom Winter liegen geblieben ist, soll der Waldbesitzer ab April – Mai und vor allem im Juni und Juli verstärkt auf Bohrmehl einbohrender Käfer kontrollieren. Wo bereits ein Buchdrucker eingebohrt hat, ist der Baum nicht mehr zu retten. Er muss gefällt werden, auch wenn er noch eine grüne Krone hat.
Wenn bereits die Rinde vom Baum abfällt ist es eigentlich schon zu spät. Dann kann nur noch kontrolliert werden, ob der Käfer noch in anderen Stammteilen steckt oder bereits in andere Bäume ausgeflogen ist.

Der Kupferstecher, auch Gewöhnlicher Kupferstecher oder Sechszähniger Fichtenborkenkäfer genannt, ist ein Rüsselkäfer aus der Unterfamilie der Borkenkäfer. Quelle: Wikipedia

In diesem Jahr ist vor allem im Herbst auch bei großen Bäumen verstärkter Befall von Kupferstechern im Kronenbereich zu beobachten.
Diese lassen starke Bäume zwar nicht gleich absterben, ziehen aber meist den Buchdrucker für das stärkere Holz nach sich.
Wer jetzt noch die Käferbäume aus dem Wald schafft, verhindert das Verbleiben der Schädlinge im Holz, in der Streu und im Boden, und beugt so einem weiteren Befall im Frühjahr/Sommer nächsten Jahres vor.
Es liege auch ein erheblicher finanzieller Verlust bei zu spätem Fällen der befallenen Bäume vor, da am Anfang nur der obere Teil, später aber der gesamte Stamm mit einem Abschlag von ca. 20,- €/ Festmeter bezahlt werde. Dies könne einen Unterschied bei einem Baum von ca. 30 bis 40 € ausmachen, so Wohlfarth.

HSch

3. Kornbacher Feuerwehr-Oldtimer-Treffen

Mit einer Übung dreier Wehren aus drei Landkreisen begann am 17. Juni das dritte Kornbacher Feuerwehr-Oldtimer-Treffen. Die Feuerwehren aus Walpenreuth (HO), Voitsumra (WUN) und Kornbach  (BT) rückten nach der Alarmierung um 8:30h in die sogenannte „Ponderosa“ zwischen Kornbach und Haidlas ein um dort ein angenommenes Brandobjekt zu löschen. 

Danach versammelten sich die Feuerwehrfrauen und -männer zur Einsatzbesprechung und zum Weißwurstfrühstück am Festplatz. 

Für die Festbesucher gab es einige Feuerwehroldtimer zu besichtigen. Mit einigen Fahrzeugen waren das Oberfränkische Feuerwehrmuseum Schauenstein und auch das Bayreuther Feuerwehrmuseum vertreten. 

 

ph

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