Kornbach bekommt eine Dorflinde

„In Kornbach, do gibts ka Lind’n, nercherts is ana zer find’n …“ reimt Ute Hofmann, Mitglied des Festausschusses 700 Jahre Kornbach, in ihrer in fränkischer Mundart verfassten Laudatio am vergangenen Samstag, anlässlich der Pflanzung der Kornbacher Dorflinde. In Gedichtform beschreibt sie den Missstand, dass zwar Bäume verschiedenster Art das Dörflein zieren, eine Linde man aber bisher vergeblich sucht. Dem soll mit dem heutigen Tag abgeholfen werden. Kornbach bekommt eine Linde.

Karl Herold ist es zu verdanken, dass wir heute hier stehen, schließt sich Dorfsprecher Harald Schöffel an. Von ihm stammt die Idee, aus Anlass der 700-Jahr-Feier eine Linde zu pflanzen. Im Zuge der Festvorbereitungen und der umfangreichen Arbeiten für das Jubiläumsbuch, ging der Vorschlag wieder etwas unter.  Erst als unten am Ortseingang ein Loch ausgehoben wurde, wachten einige auf und erkannten, dass die Sache konkret wird.  Die Standortsuche wurde auf die Dorfgemeinschaft ausgeweitet und schließlich einigte man sich auf den Platz oberhalb des Denkmals, mitten im Ort.

Ortssprecher Harald Schöffel

Ortssprecher Harald Schöffel erinnert in seiner Ansprache an die gute Zusammenarbeit und den großen Einsatz in Vorbereitung und Durchführung des Dorfjubiläums. Viel geschah auch im Hintergrund, wie zB. die Zusammenstellung der vielbeachteten Ausstellung durch Irene Böttcher, die kulinarischen Angebote und anderes mehr.  

Initiator und Organisator Karl Herold

Als sichtbares Zeichen für den bei dieser Aktion bewiesenen Gemeinschaftssinn und als Erinnerung an das 700jährige Dorfjubiläum soll nun diese Linde gepflanzt werden.  Karl Herold hat den drei Meter großen Baum besorgt und kümmert sich um die fachgerechte  Pflanzung.

Pflanzung der Kornbacher Dorflinde

In einem 80cm tiefen Loch findet die Kornbacher Linde ihre neue Heimat. Ein spontan gebildeter Chor stimmt „Am Brunnen vor dem Tore“ an und die Festgemeinde erhebt die Gläser. 

Nachdem Ute Hofmann noch einige interessante und kurzweilige Informationen zum Lindenbaum dargeboten hat – Linden stehen für das Weibliche, sind bedeutungsvoll seit altersher und können ein Alter von bis zu 1000 Jahren erreichen – ist das Kuchenbuffet eröffnet.

Am Ende gibt Irene Böttcher noch‘n Gedicht über den Lindenbaum zum Besten. Während die Festversammlung zum Abschluss „Kein schöner Land“ anstimmt taucht die untergehende Herbstsonne die Kornbacher Dorflinde in ihr goldenes Licht. 

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700 Jahre Kornbach – Weitere Aktionen im Jubiläumsjahr geplant

Pflanzung einer Dorflinde 
Anlässlich des Dorfjubiläums wird in Kornbach am Samstag, dem 30. September in der Dorfmitte eine Linde gepflanzt. Die Idee dafür hatte Karl Herold, der den ca. drei Meter hohen Baum auch besorgt und sich um die fachgerechte Pflanzung kümmert. 

Nachdem unter Einbeziehung der Kornbacher Bürger ein geeigneter Platz gefunden wurde soll am 30. September in einer kleinen Feierstunde mit Kaffee und Kuchen die Dorflinde gepflanzt werden. Dazu sind alle Kornbacher, sowie Freunde und Bekannte herzlich eingeladen. 700 Jahre Kornbach – Weitere Aktionen im Jubiläumsjahr geplant weiterlesen

700 Jahre Kornbach – Siedlung am Höllpass – Jubiläumsbuch vorgestellt

Der „Arbeitskreis Dorfgeschichte“ von Ruprecht Konrad, Irene Böttcher, Peter Hahn, Ute Hofmann, Reinhold Zeitler, Karl Herold und Harald Schöffel (von links) bei der Vorstellung des Buches „700 Jahre Kornbach – Siedlung am Höllpass“. Foto: Harald Judas/Peter Hahn

Eine Zusammenstellung von Geschichte und Geschichten der „Siedlung am Höllpass“ wurde am vergangenen Donnerstag im Gasthof Kornbachtal der Öffentlichkeit vorgestellt. Der für Layout und Druckvorbereitung zuständige Reinhold Zeitler präsentierte Entstehungsgeschichte und Auszüge aus dem 164-seitigen Werk den zahlreich vertretenen Besuchern aus Kornbach und Gefrees. 700 Jahre Kornbach – Siedlung am Höllpass – Jubiläumsbuch vorgestellt weiterlesen