Stimmungsvolle Dorfweihnacht im Kornbachtal

Am Samstag vor dem zweiten Advent hatte das Vorbereitungsteam von Sabine Degel und Sigrid Schöffel zur Dorfweihnachtsfeier in den Gasthof Kornbachtal eingeladen. 

Abendmahlsfeier mit Pfr. Gebelein

 Im adventlich geschmückten Gastraum versammelten sich um 14.00 Uhr zahlreiche Kornbacher zu einer Andacht mit Abendmahl mit Pfarrer Gebelein, der die Anwesenden an die historische Bedeutung der Adventszeit als einer Fasten- und Bußzeit erinnerte. 

Dorfweihnacht im Kornbachtal

Im Anschluss füllte sich der Raum für einen stimmungsvollen Adventsnachmittag mit Geschichten, Musikbeiträgen, Liedern zum Mitsingen bei Kaffee, Tee, Stollen und Plätzchen. 

Die Zithergruppe Saitenspiel aus Gefrees bringt alpenländische Stimmung ins Kornbachtal

Aus Gefrees war die „Zithermusik Saitenspiel“ gekommen, die es mit Zithern, Gitarre und Hackbrett verstand, die Zuhörer mit ihren weihnachtlichen Weisen zu verzaubern. 

„Kornbach-Trio“ Sigrid und Katrin Schöffel, Sabine Degel

Mit Flöten und Keyboard begleitete das Trio Sabine Degel und Sigrid und Katrin Schöffel aus Kornbach die gemeinsamen Lieder und brachte sich durch Instrumentalstücke ein. 

Irene Böttcher erzählt vom Schneeflockentanz

Zwischen den abwechslungsreichen Programmpunkten und Beiträgen war Zeit für Gespräche und Begegnung.  Der Kornbacher Dorfweihnacht ist es gelungen, mitten in der geschäftigen Vorweihnachtszeit einen Akzent des Innehaltens und der Besinnung zu setzen. 

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„Wenn ich an Kornbach denke“ – Erinnerungsreise

„Wenn ich an Kornbach denke …“ – unter diesem Motto stand ein bunter Nachmittag am 26. November im Gasthaus Kornbachtal, mit dem das Jubiläumsjahr „700 Jahre Kornbach“ seinen Abschluss fand. 

Dorfsprecher Harald Schöffel stellt als „Busfahrer“ die Reisegesellschaft vor.

Eine Erinnerungs-(Bus-)Reise sollte es werden in die vielfältige und erlebnisreiche Vergangenheit des Fichtelgebirgsdorfes. Eingeladen hatte die Arbeitsgruppe Dorfgeschichte, die auch das Jubiläumsbuch „700 Jahre Kornbach – Siedlung am Höllpass“ erstellt hat.

Am Steuer des „Reisebusses“ wechseln sich als „Busfahrer“ Harald Schöffel und Karl Herold ab, für Musik und Technik zuständig ist Reinhold Zeitler und als Reisebegleiterinnen beweisen Ute Hofmann und Irene Böttcher ihr großes Talent. Mit von der Partie ist auch Werner Haberstumpf, ehemals Gefreeser Landbriefträger und mit dem Herzen ein Kornbacher. 

Er und viele andere haben in der Kornbacher Geschichte ihre Spuren hinterlassen, haben Erfahrungen gemacht, die sie geprägt haben und wissen von Erlebnissen zu erzählen, die es wert sind, in Erinnerung zu bleiben.

Zu Beginn verliest Reinhold Zeitler einen Brief eines ehemaligen Kornbachers, Gerhard Bauer, der sich gerne an seine Zeit in Kornbach erinnert und auf mehreren Seiten das Leben im Dorf treffend beschreibt. Dann nimmt der Reisebus Fahrt auf und bringt  die Reisegesellschaft aus Kornbachern, Ehemaligen und Zugereisten, zu verschiedenen Stationen der Kornbacher Dorfgeschichte.  

Von der Landwirtschaft, den Bauernhöfen und der Arbeit mit den Tieren ist die Rede, aus Kindheit und Jugend wird von manchem Streich berichtet, und auch Erlebnisse mit der Dorfschule und den Lehrern werden zum Besten gegeben.  Kornbach als Ort des Winter- und Laufsports wird in Beiträgen gewürdigt, die Wirtshäuser und das Vereinsleben sind eine wahre Fundgrube und es werden auch die Kornbacher Steinhauer nicht vergessen. 

Mit ihrer Einlage „Stillgestanden“ nimmt Ute Hofmann die Kornbacher Feuerwehr auf die Schippe und hat damit die Lacher auf ihrer Seite. 

Bereicherung erfuhr Kornbach auch durch Flüchtlinge und Heimatvertriebene der Nachkriegszeit. Die Neubürger aus Berlin und anderen Orten prägen auch heute das Leben in Kornbach.    

Die Zeit reicht nicht aus, um alle möglichen Stationen anzufahren und bei allen Themen länger zu verweilen. „Dazu fällt mir auch noch eine Geschichte ein“, so meldet sich immer wieder jemand und zweieinhalb Stunden vergehen wie im Flug. 

Nach einem gemeinsamen Abschlusslied „Nimm dir Zeit“ legt der Gefreeser Postbote mit „Die drei Weisen aus dem Morgenland“ noch eine letzte Geschichte von drei Steinhauern und einer wundersamen Autofahrt nach.

Damit geht ein interessanter und sehr persönlicher Rückblick in die Kornbacher Dorfgeschichte zu Ende. Die Hoffnung der Veranstalter, dass sich möglichst viele Besucherinnen und Besucher beteiligen und zu Wort kommen, hat sich erfüllt. Was Irene Böttcher gleich zu der Aussage motiviert, dass es im nächsten Jahr eine Fortsetzung geben wird. 

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Kornbach bekommt eine Dorflinde

„In Kornbach, do gibts ka Lind’n, nercherts is ana zer find’n …“ reimt Ute Hofmann, Mitglied des Festausschusses 700 Jahre Kornbach, in ihrer in fränkischer Mundart verfassten Laudatio am vergangenen Samstag, anlässlich der Pflanzung der Kornbacher Dorflinde. In Gedichtform beschreibt sie den Missstand, dass zwar Bäume verschiedenster Art das Dörflein zieren, eine Linde man aber bisher vergeblich sucht. Dem soll mit dem heutigen Tag abgeholfen werden. Kornbach bekommt eine Linde.

Karl Herold ist es zu verdanken, dass wir heute hier stehen, schließt sich Dorfsprecher Harald Schöffel an. Von ihm stammt die Idee, aus Anlass der 700-Jahr-Feier eine Linde zu pflanzen. Im Zuge der Festvorbereitungen und der umfangreichen Arbeiten für das Jubiläumsbuch, ging der Vorschlag wieder etwas unter.  Erst als unten am Ortseingang ein Loch ausgehoben wurde, wachten einige auf und erkannten, dass die Sache konkret wird.  Die Standortsuche wurde auf die Dorfgemeinschaft ausgeweitet und schließlich einigte man sich auf den Platz oberhalb des Denkmals, mitten im Ort.

Ortssprecher Harald Schöffel

Ortssprecher Harald Schöffel erinnert in seiner Ansprache an die gute Zusammenarbeit und den großen Einsatz in Vorbereitung und Durchführung des Dorfjubiläums. Viel geschah auch im Hintergrund, wie zB. die Zusammenstellung der vielbeachteten Ausstellung durch Irene Böttcher, die kulinarischen Angebote und anderes mehr.  

Initiator und Organisator Karl Herold

Als sichtbares Zeichen für den bei dieser Aktion bewiesenen Gemeinschaftssinn und als Erinnerung an das 700jährige Dorfjubiläum soll nun diese Linde gepflanzt werden.  Karl Herold hat den drei Meter großen Baum besorgt und kümmert sich um die fachgerechte  Pflanzung.

Pflanzung der Kornbacher Dorflinde

In einem 80cm tiefen Loch findet die Kornbacher Linde ihre neue Heimat. Ein spontan gebildeter Chor stimmt „Am Brunnen vor dem Tore“ an und die Festgemeinde erhebt die Gläser. 

Nachdem Ute Hofmann noch einige interessante und kurzweilige Informationen zum Lindenbaum dargeboten hat – Linden stehen für das Weibliche, sind bedeutungsvoll seit altersher und können ein Alter von bis zu 1000 Jahren erreichen – ist das Kuchenbuffet eröffnet.

Am Ende gibt Irene Böttcher noch‘n Gedicht über den Lindenbaum zum Besten. Während die Festversammlung zum Abschluss „Kein schöner Land“ anstimmt taucht die untergehende Herbstsonne die Kornbacher Dorflinde in ihr goldenes Licht. 

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700 Jahre Kornbach – Weitere Aktionen im Jubiläumsjahr geplant

Pflanzung einer Dorflinde 
Anlässlich des Dorfjubiläums wird in Kornbach am Samstag, dem 30. September in der Dorfmitte eine Linde gepflanzt. Die Idee dafür hatte Karl Herold, der den ca. drei Meter hohen Baum auch besorgt und sich um die fachgerechte Pflanzung kümmert. 

Nachdem unter Einbeziehung der Kornbacher Bürger ein geeigneter Platz gefunden wurde soll am 30. September in einer kleinen Feierstunde mit Kaffee und Kuchen die Dorflinde gepflanzt werden. Dazu sind alle Kornbacher, sowie Freunde und Bekannte herzlich eingeladen. 700 Jahre Kornbach – Weitere Aktionen im Jubiläumsjahr geplant weiterlesen