Der Kornbachtreff

Einmal im Monat treffen sich Kornbacher und Kornbachverbundene zu einer gemeinsamen Unternehmung. Auf dieser Seite ist Raum fĂŒr Berichte und Informationen rund um den Kornbachtreff.

Kornbachtreff bei Landesgartenschau in Bamberg

Nach zweimaligem Anlauf hat es nun doch endlich geklappt die Gartenschau zu besuchen. Es gab wirklich viel zu sehen, und nach einem ca. fĂŒnfstĂŒndigen Rundgang mit kurzen Zwischenstopps in den Verpflegungsstationen traten wir die Heimreise an.
In der Umsteigestation Lichtenfels besuchten wir noch den Korbmarkt um dann anschließend unseren Zielbahnhof anzusteuern. Alles in Allem haben wir einen wunderschönen Tag erlebt.
Schade war nur die schwache Beteiligung. Ganze vier Personen hatten Karl und Angelika zugesagt. Ob es daran lag, dass der Termin sehr kurzfristig gewĂ€hlt war oder dass inzwischen manch einer schon die Gartenschau besucht hatte? KĂŒnftigen Angeboten des Kornbachtreffs und ihren Organisatoren wĂ€re jedenfalls eine bessere Beteiligung zu wĂŒnschen.
K.B.

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Kornbachtreff bringt Star-Tenor ins Dorf

„Klassik meets Kornbach“ (Klassik trifft Kornbach), so könnte man den in vielerlei Hinsicht erstaunlichen Abend am 31.03.12 im Gasthof Kornbachtal beschreiben, der vielen Besuchern lange in Erinnerung bleiben wird.
Erstaunlich, weil sich ein gefragter Operntenor aus der Ukraine in ein kleines Dorf wie Kornbach verirrt. Erstaunlich, was dieser talentierte KĂŒnstler in zwei Stunden den 60 Besuchern geboten hat. Erstaunlich, weil der Eintritt frei war. Erstaunlich, wie schnell sich ĂŒber Musik und persönliche Begegnung unterschiedliche Kulturen und Völker nĂ€her kommen und schĂ€tzen lernen.
Mehr dazu im Blog

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Der Kornbachtreff in St. Georgen (April 2011)

Den Kornbachtreff im April 2011 gestalteten Irene und JĂŒrgen unter dem Motto „Auf heimatliche Entdeckertour in St. Georgen“.

 
Stadtteil St. Georgen in Bayreuth feiert „300 Jahre Ordenskirche“

Dieser Stadtteil von Bayreuth entstand als eigenstĂ€ndige Stadt des Bayreuther Erbprinzen und spĂ€teren Markgrafen Georg Wilhelm in der Barockzeit. Damit durfte er sich seinen Traum von „seiner Stadt St. Georgen am See.“ erfĂŒllen. Der Papa hatÂŽs gerichtet!!!!!!
PĂŒnktlich um 16.30 nahm uns voller Freude, weil wir so nette Leute sind, unser StadtfĂŒhrer, Herr Zinnecker, in Empfang. Wir erfuhren, dass zu seiner Zeit, nee natĂŒrlich zur Zeit vom Markgrafen, ‹St. Georgen 900 Einwohner hatte. Diese erfreuten sich an 9 Brauereien.
Nur kein Neid liebe Kornbacher, wir haben ja immerhin unsere kleine Kneipe ‹“Gasthof Kornbachtal“.
Artig liefen wir hinter Herrn Zinnecker her, der uns dann vom ehemaligen Schloss erzĂ€hlte. Heute dient es, umgeben von Mauern, als Strafanstalt. Dieses Bauwerk stand einst am Ufer eines großen kĂŒnstlichen Sees. Auf dem befand sich eine Insel mit einem Barockgarten. Voller Kampfeslust stĂŒrzte Georg sich hier in seine inszenierten  Seeschlachten, dann wurde die Insel zum Hafen. Heute erinnert die historische Matrosengasse mit den ehemaligen SeemannshĂ€usern an diese Attraktion.
Ja, ja Feste zu feiern, das verstand er.
Na gut, der Georg hat nicht nur gespielt und Bier aus den vielen Brauereien gesoffen oder Theater, Opern und den Karneval besucht. Er, der nur 48 Jahre alt wurde, ließ neben seiner hĂŒbschen Planstadt und dem Schloss, die Ordenskirche, Manufakturen, eine Marmorfabrik, das Prinzessinnenhaus und ein Zuchthaus errichten. Viel spĂ€ter wurde daraus eine Nervenheilanstalt, dann  eine Lebkuchenfabrik und schließlich ein Ersatzteillager. Mehr weiß ich nicht!!!
So zogen wir nun mit Herrn Zinnecker durch St, Georgen und es wurde immer interessanter. Als er dann aber schmunzelnd meinte, dass Friedrich der Große seiner Schwester Wilhelmine alles nachgemacht habe, erntete er seitens Irene großen Protest. Na ja, er wollte uns Preußen nur liebevoll Ă€rgern. Pech gehabt!!!
Ich denke mal, Herr Zinnecker hatte schon einen trockenen Mund von der „Quatscherei“, denn das Thema Bier wurde zum großen Thema. Prost!
Vom alten Friedhof liefen wir durch den „Totengang“, um in die St. Georgen Straße zu gelangen, denn hier im historischen Kern, befinden sich hĂŒbsch anzuschauen,  24 TypenhĂ€user, welche hinter den HĂ€usern GĂ€rten, die zur Selbstversorgung dienten. Mit den HĂ€usern versuchte der Georg neue Siedler anzulocken, um die Wirtschaft anzukurbeln. Nicht zu fassen, auch eine ehemalige Kaserne weckte unser Interesse.
Herr Zinnecker machte nun auf ein langgestrecktes GebÀude aufmerksam.
Ja, nun standen wir vor dem Gravenreuther Stift mit seiner Stiftskirche. Wir erfuhren, dass Georg von Gravenreuth, er entstammte einem frĂ€nkischen Adelsgeschlecht bei Marktredwitz, in seinem Testament bestimmte, dass aus seinem Erbe ein Spital fĂŒr arme und kranke Menschen, eine Kapelle sowie ein Armen- und Altenwohnheim errichtet werden sollte.
Als sich uns die KirchentĂŒr öffnete, waren wir sprachlos, denn der helle in Rokoko gehaltene Kirchenraum strahlte eine Ruhe aus, die unsere Seele baumeln ließ. Wir setzten uns auf die BĂ€nke, um das große Deckenbild, welches die Geburt Jesu darstellt in uns aufzunehmen. Doch auch der Kanzelaltar, die Orgel und die GemĂ€lde erweckten unsere Aufmerksamkeit. Herr Zinnecker erzĂ€hlte uns noch einige Details, die uns zum Schmunzeln brachten.
Endlich sollte fĂŒr  Moritz die Schatzsuche in der „Kellerwelt“ beginnen.
Wir stiegen also in ein Labyrinth von kilometerlangen geheimnisvollen GĂ€ngen.
Der Stadtteil St. Georgen ist, wie man meint, der am meisten unterkellerte Teil von Bayreuth. Wahrscheinlich begannen die Arbeiten der Katakomben Anfang des 18. Jh. Möglich, dass auch Insassen des damaligen GefĂ€ngnissen hier gegraben haben. Doch wie so oft – „nichts Genaues weiß man nicht“.
Auf jeden Fall war es total spannend, unheimlich  und gruselig, ohne den findigen Herrn Zinnecker, der uns noch viel zu erzÀhlen hatte, hÀtten wir uns auch verlaufen, der ermahnte uns, nicht vom Wege abzuweichen, sonst ergeht es uns womöglich wie RotkÀppchen. (Hat er nicht gesagt, sage ich, die Irene)
Wieder am Tageslicht motzte Moritz: „Hallo, der ist ja nur mit uns im Kreis gelaufen“. Ja lieber Moritz, lass dir sagen: Deinen Schatz wirst du bestimmt eines Tages finden.
Der Höhepunkt und somit der letzte Akt war der Besuch der Ordenskirche, die in diesem Jahr ihren 300. Geburtstag feiert.
Auch hier, wie zuvor in der Stiftskirche wurden wir von einer WĂ€rme und Helligkeit und von einer barocken Pracht empfangen. Wieder setzten wir uns, wie sich das gehört, artig auf die BĂ€nke und unsere Blicke gingen zur  weißen stuckbeladenen Decke mit hellrosa Hintergrund. Dort waren eine FĂŒlle von wundeschönen DeckengemĂ€lden zu bestaunen. Den Taufstein erspĂ€hten wir in der Mitte der Kirche, der Deckel, der die holzgeschnitzte Taufe Jesu darstellt, ist ein wahres PrunkstĂŒck.
Gehorsam wie  Schulkinder  verfolgten wir den weiteren ErklÀrungen von Herrn Zinnecker. So erfuhren wir einiges  vom Baustil und dass  die Kirche neben dem Schloss als Versammlungsort der Mitglieder des roten Adlerordens gedacht war.
Aus diesem Grund sind auch 83 Wappentafeln aufgehĂ€ngt, die die einzelnen Ordensritter vorstellen. Auf jeden Fall eine SehenswĂŒrdigkeit!
Nach gut 90 Minuten verabschiedeten wir uns herzlich von Herrn Zinnecker.
FĂŒr viele von uns wird es mit Sicherheit nicht der letzte Besuch von St. Georgen gewesen sein.
Wie immer beendeten wir den Tag mit einem gemĂŒtlichen Beisammensein in einer „Kneipe“. Hierzu hatten Irene und JĂŒrgen die GaststĂ€tte Regina in Marktschorgast ausgesucht. Mit einem vorgetragenen FrĂŒhlingsgedicht von August Heinrich von Fallersleben wĂŒnschte Irene dem „Treff“ einen schönen 1. Mai.
Der FrĂŒhling hat sich eingestellt, wohlan wer will ihn sehen?
Der muss mit mir ins freie Feld, ins grĂŒne Feld nun gehen.

Das Gedicht hat noch vier Strophen!!!
Eure Irene

FrÀnkischer Berliner Abend am 25.06.2010

Dieser Abend war ein voller Erfolg. An manchen Darbietungen hatten die Lachmuskeln Schwerstarbeit zu leisten.
So, nach Anregung von Kurt Tucholskys ErzĂ€hlung, „Ein Ehepaar erzĂ€hlt einen Witz“.
Hierbei haben wir ohne Manuskript, frei aus dem Bauch vorgetragen, ohne vorher geĂŒbt zu haben. Drei Dialekte, nĂ€mlich hessisch, frĂ€nkisch und berlinisch haben das Ganze eine Krone aufgesetzt.
Katrin begleitete den Abend musikalisch. Magdalena trug ein Gedicht vom Fichtelgebirge vor.
Dann kam „Zilles Berlin“ Irene, eine rotzfreche Göre sang das Lied, „Wenn Vater wieder aus Zuchthaus kommt“.
Mit Ewa und Irene ging Zilles „Milljöh“ weiter. Sie verkörperten Gören vom 5. Hinterhof, die von ihren Familien erzĂ€hlten. Im Anschluss tobten sie sich nach „In Rixdorf ist Musike“ aus.
Auch Heimatlieder, die wir alle gesungen haben bestimmten den Abend. So, das Kornbachtallied, das Oberfrankenlied, das Fichtelgebirgslied und mehr.
Wieder einmal sorgte Erika Mix mit ihrem frĂ€nkischem Humor fĂŒr Stimmung, als sie zum Teil selbstverfasste frĂ€nkische Texte zum Besten gab.
Doch auch ein Tanz durfte nicht fehlen, nÀmlich die Sternpolka, die von Gudrun und Reiner, Angelika und Karl,
Claudia und Klaus dargeboten wurde, anschließend mussten die Berliner mittanzen, das trauten sich dann aber nur die Frauen.
Der FrĂ€nkische – Berliner Abend wurde von unseren OpernsĂ€ngern Claudia und Kai Konrad mit einem Medley aus verschiedenen Operetten feierlich eröffnet. Der Applaus war ihnen sicher.
Mit dem Lied „ein schöner Tag zu Ende geht…..“ beendeten wir diesen Abend. Übrigens wurden die Berliner ĂŒberrascht, denn ich hatte nichts verraten. Bei allen, die diesen Abend mitgestaltet haben und bei denen, die durch ihr Erscheinen zum Gelingen beigetragen haben, möchte ich mich noch einmal recht herzlich bedanken.
Irene
 
 

Ein Dorf im Fichtelgebirge