Die Schwedenbuche

Feierstunde an der Schwedenbuche

Es begann mit der Recherche fĂŒr eine Dorfchronik anlĂ€sslich der 700-Jahrfeier von Kornbach. Ein Arbeitskreis „Dorfgeschichte“ fand sich und hat so manche historische Begebenheit rund ums Dorf ausgegraben. Vieles davon findet sich im Buch ĂŒber die „Siedlung am Höllpass“ wieder.

Dazu gehört auch die Geschichte von den sieben erschlagenen Schweden, die aus Rache fĂŒr zugefĂŒgte Untaten wĂ€hrend des DreißigjĂ€hrigen Krieges auf dem Höllpass von Kornbacher Bauern getötet worden sein sollen. Sie wĂ€ren gleich dort in der NĂ€he einer Buche begraben worden, wird erzĂ€hlt. Und fortan bekam der Baum in der NĂ€he der Landkreisgrenze (BT/WUN) den Namen „Schwedenbuche“.

Gedenkstein „Schwedenbuche“ mit Inschrift

Die ErzĂ€hlung findet sich in keinem historischen Bericht. Sie wurde mĂŒndlich weiter gegeben von Generation zu Generation. Doch die alten Kornbacher wissen mit dem Begriff „Schwedenbuche“ etwas anzufangen.

Dorfsprecher Harald Schöffel am Gedenkstein. Im Hintergrund die „Schwedenbuche“.

Die Buche von damals sehr nicht mehr, aber ein „Nachfahre“ jener Buche ist inzwischen gleich daneben zwischen den Fichten hoch gewachsen. Im November 2018 wurde auf Anregung und mit UnterstĂŒtzung von Dr. Konrad ein Gedenkstein aufgestellt, der an jene Moritat erinnert und zum friedvollen Umgang der Völker mahnt.

Heimatpfleger Dr. Konrad ĂŒber die Zeit des 30-jĂ€hrigen Krieges 

Heimatpfleger Dr. Konrad lieferte Hintergrundwissen zur Zeit des DreißigjĂ€hrigen Krieges.Das Leid der Menschen damals ĂŒbersteige heutige Vorstellungskraft. Er findet es bewundernswert, dass die Kornbacher nach der 7oo-Jahrfeier und dem Pflanzen einer Dorflinde, heuer dieses bleibende Denkmal am Höllpass und der alten Egerer Straße an historischem Ort aufstellen.

Ute Hofmann mit einem Gedicht ĂŒber die Moritat an der Schwedenbuche

Dorfsprecher Harald Schöffel dankte den Mitwirkenden und der Arbeitsgruppe, insbesondere Karl Herold und Theo Bauer, die sich um das Setzen des vom Gasthof Kornbachtal gestifteten Kieselsteines gekĂŒmmert haben. Ute Hofmann ließ das Drama unter der Schwedenbuche in Gedichtform aufleben.

Die Reste der „Ur-Schwedenbuche“

Karl Herold wusste den Stumpf der ursprĂŒnglichen Buche ganz in der NĂ€he zu finden.

Einkehr im „Höllenwolf“

Zahlreiche Kornbacher und Interessierte aus Gefrees waren gekommen um an der Feierstunde teilzunehmen, die bei Kaffee und Kuchen im nahen Gasthof „Höllenwolf“ ausklang.

ph